EU unterstützt Breitbandausbau in Deutschland
"Die Wettbewerbskommission der Europäischen Union hat sich für öffentliche Fördergelder in Höhe von 141 Millionen Euro ausgesprochen. Die Finanz-Spritze soll vor allem für den Ausbau des Breitband-Netzes in den ländlichen Gebieten der Bundesrepublik genutzt werden.
Wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte, sollen die Hilfen außerdem den Wettbewerb zwischen unterschiedlichen Breitband-Anbietern ankurbeln. Beim Breitbandanschluss gebe es in Deutschland noch eine breite Kluft zwischen Stadt und Land, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. „Ich freue mich, dass deutsche Bürger und Unternehmen im ländlichen Raum durch diese Investition der öffentlichen Hand bei der Breitbandversorgung mit denjenigen in den Stadtgebieten gleichgestellt werden.“
Meist sei es für private Netzbetreiber nicht attraktiv, ländliche Gebiete an ihre Breitbanddienste anzuschließen. Bei der Begründung ihrer Genehmigung zitierte die Behörde eine aktuelle Umfrage. Diese ergab, dass deutsche Städte zu 99 Prozent mit DSL abgedeckt sind, während die Quote auf dem Land nur 58,9 Prozent beträgt, so der Stand Ende 2006.
Was die Breitband-Gebühren für Endkunden angeht, liegt Deutschland jedoch unter dem EU-Durchschnitt, erklärte Manfred Breul, Telekommunikationsexperte beim Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM). So sei der Wettbewerb unter den Anbietern gerade in Ballungszentren wesentlich stärker ausgeprägt als in den ländlichen Gebieten. Ein Großteil der EU-Subventionsgelder stammt aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds, der für die Entwicklung des ländlichen Raums bestimmt ist." (Quelle: pcwelt.de)
08.07.2008
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